wolfsgeheul.eu vom 14.03.2016

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“Völker, hört die Signale”! “Wie bitte? Ich verstehe Sie nicht!”

Die Welt hat ein Hörproblem. Die Alten haben kein “Kind”, sondern immer noch “Adolf” und “Erich” im Ohr, die Mid-Ager sind zu sehr mit den eigenen Problemen beschäftigt, um anderen zuzuhören, und die Jugend verstöpselt ihre Lauscher mit Kopfhörern. Deshalb werden fast nur die wahrgenommen, die laut schreien und dabei plakativ reden. Für mehr reicht die Zeit der kurzen Aufmerksamkeit in einer taubgeworden Gesellschaft nicht aus. Einem Knallzeugen gleich wird der Mensch aufgeschreckt und urteilt dann, ohne etwas gesehen, geschweige denn verstanden zu haben. In der Masse jubeln sie zwar mit, wissen aber gar nicht, was sie eigentlich beklatschen. Ist auch nicht so wichtig! Hauptsache es macht Lärm, gibt wenigstens einen kleinen Reiz! Und da man den anderen nicht mehr hört, geifert man aneinander vorbei. Es ist wie das Verrichten einer Notdurft, um die Scheiße aus den Hirnen zu entsorgen, rein mechanisch, freud- und leidenschaftslos. Die Menschheit sitzt dicht an dicht aber isoliert nebeneinander auf der Latrine und besudelt sich gegenseitig. Dabei reflektieren sie sich selbst, also starren ins Leere, ohne in sich hineinzuhören. Dafür ist es auch zu laut! Kakophonie der wörtlichen Art!

Daß eine große Zahl der Menschen sich trotzdem gar nicht so unwohl zu fühlen scheint, muß daran liegen, daß auch der Geruchssinn durch die Dauerbelastung mit Fäkaldämpfen abgestumpft ist und Schaden genommen hat.

Stell dir vor, auf der Erde stinkt’s und keiner merkt’s! Also dann: “Augen auf!”! Denn wer sieht, daß er nur Scheiße produziert und in selbiger sitzt, muß doch wenigstens auf den beißenden Gestank schließen können, der ihn umgibt, und sich zu ekeln beginnen. Scham ist aller Kultiviertheit Anfang!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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2 Gedanken zu „wolfsgeheul.eu vom 14.03.2016“

  1. Lieber Herr Beer(?), lieber Paul,

    wenn ich es lustig nähme, wäre meine Antwort: “Sie reden ja wie meine Mutter!”.
    So habe ich Ihnen aber genau zugehört und meine trotzdem, daß das Einfließenlassen von Fäkalausdrücken die Sprache nicht zwangsläufig zur Fäkalsprache werden läßt. Und wenn man Kakophonie als “Kackophonie” denkt, sind die Exkremente die logische Konsequenz.
    Danke für Ihren Kommentar, aus dem ich auch ein Teillob herauslesen darf!

    Mit herzlichem Gruß
    Ihr Wolf M. Meyer
    und Dein Wolf

    P.S.: Interessante Seite, da schaue ich gerne noch genauer rein!

  2. Lieber Wolf,

    mir gefällt Dein Einstieg mit dem Hörproblem, da ich es tatsächlich auch so wahrnehme, dass wir in unserem Kulturkreis nicht mehr so gut zuhören können. Warum Du aber dieses sehr eingängige Bild schon nach kurzer Zeit in Deinem Text aufgibst und Dich lieber in einer blinden Fäkalsprache ergehst, die in mir Zweifel an Deiner Ernsthaftigkeit schüren, ist mir schleierhaft. Weniger ist oft mehr, lieber Wolf, und wer andere des lauten Schreiens zeiht, sollte nicht so unverhohlen übersteuern.

    Dein Paul

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