wolfsgeheul.eu vom 20.12.2016

2
0

 

Nun hat uns der Terror, so wie wir es schon länger befürchtet haben, doch erreicht, und, so bitter es klingt, in Anbetracht der amerikanischen, französischen, belgischen, englischen und letztlich sogar türkischen Waffenbrüder, die diesbezüglich bereits ordentlich gebeutelt wurden, erscheint es fast gerecht. Denn wir sitzen alle im selben Boot und Deutschland kann sich, auch wenn wir nicht bei allem mittun, nicht abseits stellen. Das gilt genauso für die zeitweilige Sonderrolle, die wir in der Flüchtlingsthematik eingenommen haben. Für Fanatiker gehören wir zum verhaßten christlichen Abendland, da können wir uns noch so freundlich geben.

Wer aber, wie jetzt der AfD-Brüllaffe Pretzell, twittert, es seien „Merkels Tote“, oder wie seine Geliebte Petry auf Facebook postet, „Deutschland ist nicht mehr sicher“, kocht pietätlos sein Süppchen auf dem Rücken der unschuldigen Toten und zeigt mit aller Deutlichkeit, daß er nicht im Ansatz geeignet ist, politisch Verantwortung zu übernehmen. Solche Statements führen hoffentlich dazu, daß sich die gemäßigten Demokraten wieder formieren und zeigen, daß sie das Heft des Handelns in der Hand haben (wollen).

Zwar wird kein Land dieser Welt jemals absolut sicher gegen terroristische Angriffe sein, aber es gibt schon einige Stellschrauben, an denen zu drehen wäre, um die Sicherheit wenigstens zu erhöhen. Dazu gehört natürlich insbesondere die Veränderung unserer bisherigen Haltung gegenüber ungezügelter Einwanderung, was in gewissem Rahmen auch die Sicherung der EU-Außengrenzen beinhaltet. Zusätzlich müssen die Schutzkonzepte von Massenveranstaltungen überdacht werden. Sicherlich ist man im Nachhinein immer schlauer, aber der Weihnachtsmarkt in Berlin hätte an dieser exponierten Stelle mitten am Verkehr nach den Ereignissen in Nizza vielleicht nie genehmigt werden dürfen, erst recht weil man wußte, daß entsprechende Anleitungen zu LKW-Anschlägen schon seit längerem im Netz kursieren. Das aber sind Details für die Zukunft.

Insgesamt muß den extremistisch Denkenden in unserer Gesellschaft durch eine Demonstration der Stärke und Wehrhaftigkeit unserer Demokratie der Wind aus den Segeln genommen werden. Alles andere wäre fatal und führte zu einer massiven Störung des überwiegend friedlichen Miteinanders der Kulturen in Deutschland und Europa. Es gilt mit Bedacht und nicht mit Schaum vor dem Mund zu agieren, aber beim Ringen um Lösungen darf es innerhalb der legalen Möglichkeiten keine Denkverbote bzw. Restriktionen durch der politischen Korrektheit geschuldete Sprachverbote geben. Deshalb stehen zum Beispiel der Doppelpaß genauso zur Diskussion wie das auch in einem säkularisierten Staate unnötige und vorauseilend gehorsame Zurückweichen allen Christlichen in unserem Lande. Wir müssen wieder laut Denken lernen, ohne Angst haben zu müssen, daß die selbsternannten Moral- und Sittenwächter sofort und nachhaltig über einen herfallen. Kein Unternehmen – aber auch keine Universität – hätte Erfolg, würde man sich dort ohne Not derart um die Vielfalt der Meinungen bringen, denn in einem solchen Filter bleibt so manches hängen, was bei genauer Betrachtung durchaus bedenkenswert und keineswegs verboten ist. Und genau aus diesen Filterrückständen bedienen sich zur Zeit die radikalen Strömungen und gewinnen so über gewisse höchst relevante Bereiche die Hoheit über die Meinungsbildung.

Nehmen wir also die ideologischen Brillen ab und kämpfen in Eintracht engagiert und kontrovers für den Erhalt unserer freien Lebensform. Das sind wir den Toten von Berlin schuldig.

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

2
0

wolfsgeheul.eu vom 19.12.2016

1
0

„Der Kleine und der müde Joe“!

Jetzt darf geraten werden, um was für einen Film es sich bei diesem Titel handelt. Auch wenn meine Wettbilanz wenig positiv ist, neigte ich hier gegebenenfalls sogar mit Geldeinsatz zu der Behauptung, daß kein Westdeutscher darauf kommt, um welchen Streifen es sich handelt. Kleiner Tip! Wir haben bald Weihnachten und allenthalben erschallt von irgendwoher „Lobt Gott“! Es waren 1971 Terence Hill und Bud Spencer die ihre „Vier Fäuste für ein Halleluja“ fliegen ließen.

Es erscheint schier unglaublich, daß sich ein System derartig von allen christlich behafteten Begrifflichkeiten gefährdet fühlte, daß man zu solchen Kunstgriffen sich genötigt sah, wissend übrigens, daß, außer im Tal der Ahnungslosen vielleicht, jeder gefangene Einwohner der kommunistischen Diktatur wußte, wie der Film beim Klassenfeind hieß. Der Ost-Titel zeigt aber auch, wie unkreativ, langweilig und emotionslos der Sozialismus gewöhnlich daherkommt. Schön, daß dieser öde Unrechtsstaat der Vergangenheit angehört.

Statt aber in ein kollektives „Halleluja“ auszubrechen, herrscht diesbezüglich eher Schweigen im „finster Walde“ und eine immer stärker werdende Bewegung ist inzwischen über allen Tannenspitzen in Deutschland und Europa im Gange, die im besten Honecker-Stil alles zu eliminieren versucht, was im säkularisierten Staate an Gott und das Christentum auch nur im Entferntesten erinnern könnte, obwohl nichts anderes uns – durchaus hier und da auch im negativen Sinne – mehr geprägt hat als die christlichen Religionen. Die Ergebnisse sind genauso einschläfernd und unlustig – zum Teil kommen dabei wahre Wortungetüme heraus – wie damals in Ostdeutschland.

Wer also glaubt, der Sozialismus sei besiegt, der irrt. Vielmehr feiert er auch auf diese Art fröhliche Urständ‘. Regelungswut, Übervorsicht und Spießigkeit scheinen halt dem Menschen immanent zu sein.

Das gilt es fortdauernd zu bedenken, wenn einem die Freiheit etwas wert ist. Der permanente Kampf  gegen den Biedersinn ist in diesem Zusammenhange mehr als eine liberale Gelenkübung.

Drum lasset die Jahresendfiguren-Chöre singen! Halleluja!

Ihr/Euer Wolf

1
0