wolfsgeheul.eu vom 17.11.2016

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„Blowin‘ in the wind“!

Wer war eigentlich der Zweite bei der Jurywahl für den Literatur-Nobelpreis?

Wenn zum Beispiel bei einem Golfturnier jemand die Siegerehrung schwänzt, geht er seines Preises verlustig. Dieser wandert dann an den anwesenden Nächstplatzierten und so fort, so daß sogar Spieler außerhalb der „Medaillenränge“ manchmal in den Genuß einer kleinen Donation wie drei Bällen kommen können. Eine gute Übung im sportlichen Umfeld, das faires Verhalten einfordert, wozu eben auch gehört, unabhängig davon, ob man zu den Gewinnern gehört oder nicht, dem Ereignis und den Mitspielern bis zum Schluß durch seine Anwesenheit die Ehre zu erweisen.

Bod Dylan, dessen Wahl ich schon grundsätzlich in der Kategorie Literatur nicht verstanden habe, erhält für die ihm zuerkannte Ehrung fast eine Million Euro. Was spricht also dagegen – die Rücknahme des Preises steht nicht zur Debatte -, Herrn Robert Allen Zimmermann das Geld vorzuenthalten, wenn er meint, wegen angeblicher anderweitiger Verpflichtungen der Verleihung fernbleiben zu können oder gar zu müssen?

Da es keine eigene Leistung darstellt, hinter Dylan gelandet zu sein, verbietet es sich hier, nach der Methode „Golfturnier“ zu verfahren. Aber es dürfte doch sicherlich überhaupt kein Problem darstellen, im Bereich der literarischen Jugend-Bildung ein förderwürdiges Projekt zu finden, das mit einer solchen maßgeblichen Unterstützung etwas Sinnvolles anzufangen wüßte.

Es diesem abgedrehten und/oder durchgeknallten Barden für seine Unhöflichkeit, ja Unflätigkeit auch noch hinterherzuwerfen, erscheint mir auf jeden Fall als die schlechteste Lösung.

„Idiot wind, blowing every time you move your mouth“!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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wolfsgeheul.eu vom 16.11.2016

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Ob Berlin regiert wird oder nicht, macht keinen Unterschied, oder!?

Vor exakt zwei Monaten haben die Berliner gewählt. Relativ schnell schien festzustehen, daß sich eine rot-dunkelrot-grüne – die neben rot-schwarz-grün einzig mögliche, wenn die AfD außen vor bleiben soll – Koalition bilden werde. Danach hat man – jedenfalls als Auswärtiger – das Thema irgendwie abgehakt.

Heute nun erreicht uns die Nachricht, daß der Koalitionsvertrag stehe und Anfang nächsten Monates von den jeweiligen Parteigremien abgesegnet werden solle, die Ressorts verteilt seien und Herr Müller dann wohl am 8. Dezember zum Regierenden Bürgermeister gewählt werden könne.

Mehr als acht Wochen für eine Einigung der Koalitionäre, die sich doch sogar fast als Wunschpartner präsentiert haben und und obendrein als Vorreiter für den Bund empfehlen wollen!? Das ist genauso unverständlich wie unverantwortlich. Und was hat Müller als Verhandlungsführer der Mehrheitsfraktion getan, um sich nicht so auf der Nase herumtanzen zu lassen? Warum wurde nicht auch in der anderen Konstellation ernsthaft parallel verhandelt, um den Druck auf die kleineren Verhandlungspartner insgesamt zu erhöhen?

Ein solches Verschleppen eines in der Demokratie eigentlich eingeübten Prozedere ist grundsätzlich und eines Stadtstaates als Bundesland erst recht unwürdig und gibt dem Wahlvolk ein verheerendes Signal. Egal, wie sie wählen, es wird ohnehin weitergewurschtelt wie bisher, und es macht auch überhaupt nichts aus, wenn Ressorts fast drei Monate lang von Politikern fortdauernd geleitet werden, die wissen, daß sie ihren Stuhl werden räumen müssen.

Aber, was rege ich mich auf!? Wo arm als sexy gilt, scheint es eben völlig nebensächlich, welche Pappnasen das Elend verwalten.

Bedauernswertes Berlin! Eine Schande für die Demokratie!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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