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wolfsgeheul.eu vom 29.07.2015

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Sensationeller Fund!

In einem Bürgerhaus in Kassel wurden bei der Beräumung des Dachbodens zufällig alte Handschriften entdeckt. Ein Germanistikstudent, der bei der Entrümpelungsfirma in den Semesterferien jobbte, wurde stutzig, als er ein altmodisch verschnürtes Päckchen sah, das ein Kollege gerade achtlos in den Container geworfen hatte. Er fischte es wieder heraus und zog sich, der für ihn zu schweren körperlichen Arbeit ohnehin überdrüssig, zu einem Zigarettenpäuschen in die kühle Hofeinfahrt zurück. Er öffnete das Paket und sah, daß es einen Stapel vergilbter Blätter enthielt, die ordentlich in Kanzleikurrent beschrieben waren. Nur mit Mühe konnte er ein paar Wörter entziffern, sich aber insgesamt keinen rechten Reim auf die Sache machen. Aus Neugierde und aus dem Bauch heraus beschloß er aber, den Fund mit nach Hause zu nehmen und nach den Ferien seinem Professor zu zeigen. Was für ein Glück! In wochenlangen Untersuchungen hat die Universität Kassel nämlich nunmehr wohl zweifelfrei herausgefunden, daß es sich um frühe Aufzeichnungen der Brüder Grimm handelt. Wegen offener Fragen zu den Eigentums- und Veröffentlichungsrechten hält sich der Universitätssprecher noch bedeckt, was den Inhalt anbelangt. Aus informierten Kreisen wurde aber bekannt, daß es sich um eine geschlossene Sammlung von bisher unbekannten Märchen aus dem Bereich des Medizinwesens von unschätzbarem Wert handeln soll.

Eines der Märchen beginnt angeblich wie folgt:

„Es war einmal ein ehrlicher Arzt.“

Die Fachwelt wartet gespannt auf weitere Einzelheiten.

Auch Bundesjustizminister Heiko Maas, dessen Gesetzentwurf zur Verschärfung der Regeln gegen Korruption im Gesundheitswesen gerade vom Kabinett verabschiedet wurde, dürfte am Inhalt der Grimmschen Funde interessiert sein.

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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